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In aller Munde: Wiederbelebung der Mundpropaganda

Blend-ImagesMundpropaganda oder wie es jetzt oft heißt „Word-of-Mouth“ (WoM) ist nichts Neues. Wir alle unterhalten uns gern über Geschichten und Dinge und teilen auch sehr gern unsere Erfahrungen mit. So wird über die letzte Urlaubsreise geredet oder den Erfolg oder Misserfolg zu Produkt XY. Wir alle möchten unsere Geschichten mitteilen. Das liegt uns im Blut. Marketing baut darauf. Multiplikatoren erzählen Ihre Produkterfahrungen weiter. Zielgerichtet kann mit Empfehlungsmarketing der Dialog mit dem Kunden gesucht und ausgebaut werden. Streuverluste werden geringer und – laut einer Studie von www.konsumgoettinnen.de – beeinflussen WoM-Kampagnen das Bild der Verbraucher positiv, selbst wenn sie das getestete Produkt nicht weiter verwenden wollen. Mundpropaganda weckt ein Gefühl für die Marke bzw. das Produkt.

Wie in groben Schritten eine WoM-Kampagne umgesetzt werden könnte, zeigt folgendes Schaubild:
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Die Bedeutung von Mundpropaganda-Marketing-Aktionen nimmt stetig zu. Allerdings hat das „normale“ Gespräch eine führende Bedeutung. Laut einer Umfrage von Trnd AG aus dem Jahr 2010 findet 84% der Mundpropaganda offline statt. Neuere, umfassende Studien konnten wir aktuell zum Thema nicht finden. Es ist die Frage, ob sich das Verhältnis heute ebenfalls so darstellt.
Zum einen stimulieren viele soziale Online-Netzwerke und Plattformen den Austausch. Auf Twitter, Facebook & Co wimmelt es von Empfehlungen – und wir lesen sie, wir lesen die Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Des Weiteren werden sogar knapp 90% der Onlineshopper bei Ihrer Kaufentscheidung durch positive Onlinekundenbewertungen beeinflusst (Zu Kundenbewertungen berichteten wir für kurzem in diesem Blog-Artikel.).

Inzwischen haben sich auch zahlreiche Word-of-Mouth-Portale in Deutschland etabliert. Hier eine kleine Auswahl (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

WoM-Marketing ist aber nicht nur ein Treiber für Marken und große Unternehmen. Auch für kleinere Unternehmen lohnt sich die Überlegung, wie Empfehlungsmarketing online eingesetzt und (crossmedial) begleitet werden kann.
Als erster Schritt ist die Zielgruppensondierung wichtig. Wer schreibt/bloggt online über meine Themen, meine Produkte? Wie und wo erreiche ich darüber hinaus meine Kunden? Welchen Einfluss haben die jeweiligen Testbewerber? Wie sind sie vernetzt? Welche Reichweite haben ihre Blogs, Social-Media-Accounts etc? Welche Unternehmen lassen sich ggf. als „Freunde“ für eine Allianz finden? Beispielsweise ein Gewürzhersteller arbeitet mit entsprechenden Restaurants zusammen und ruft eine WoM-Kampagne lokal, gemeinsam vor Ort ins Leben. Zusammen werden lokale Kunden eingebunden und gemeinsam in Social-Media-Kanäle, Blogs, Webseiten etc eingebunden. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Aus unserer Sicht lohnt sich (je nach Produkt und/oder Dienstleistung) eine Überlegung zu solch einem Konzept. Der Grundgedanke der Tante-Emma-Läden lebt im Social Web wieder auf. Mundpropaganda ist nach wie vor noch die beste Werbung.

 

Fotonachweis: © Blend Images – Fotolia.com

2 Gedanken zu “In aller Munde: Wiederbelebung der Mundpropaganda

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