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12 Fragen an: Paul Mertes, Mertes & Leven – Profit Elements

Male hand holding microphone for the interviewWen Google nicht findet, der wird nicht gefunden – diesen Leitsatz haben viele Unternehmen mittlerweile verinnerlicht. Doch die Suchmaschine hat Ende 2013 ein neues Update installiert, das die Suchmaschinenoptimierung (SEO) nachhaltig verändern wird. Wie? Das erklärt SEO-Experte Paul Mertes in unserer Serie “12 Fragen an…”:

 

 

1) Ihre Unternehmensberatung Profit Elements (http://www.mertes-leven.de) ist auf Marketing- und Vertriebsoptimierung spezialisiert. Welche Rolle spielt das Internet mittlerweile in diesen Bereichen?
Das Internet ist aus beiden Bereichen nicht mehr wegzudenken. Für Unternehmen aller Branchen gehört eine verkaufsfördernde Internetpräsenz zum Pflichtprogramm. Die Kür ist dann die Schaffung von Sichtbarkeit im Internet. Das bedeutet in erster Linie: die Auffindbarkeit der eigenen Internetpräsenz in den vorderen Google-Suchergebnissen. Bildhaft dargestellt ist Google der Magnet und die eigene Internetpräsenz der Klebstoff für eine erfolgreiche Marketing- und Vertriebsarbeit.

2) Wie bediene ich den Magneten Google denn erfolgreich?
Die Antwort auf diese Frage würde ein Buch füllen. Wichtig sind jedenfalls ein ausgeprägtes Praxiswissen im Umgang mit Suchmaschinen, ein langjähriges Erfahrungswissen in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie ein gesunder Menschenverstand. Gerade letzterer bewahrt davor, den zum Teil esoterisch anmutenden Tipps nachzugeben, die vermeintliche Google-Experten in die Welt setzen, die aber gezielt auch von Google selbst gestreut werden.

3) In aller Munde war Ende des Jahres das Hummingbird-Update von Google. Was verbirgt sich dahinter?
Das Hummingbird-Update hat den Google-Suchalgorithmus verändert. Der Suchalgorithmus bestimmt die Art und Weise, wie Suchanfragen der Nutzer interpretiert werden, und er interpretiert die thematische Ausrichtung und Relevanz einer Webseite in der Gesamtheit ihrer Bestandteile. Dies geschah bislang ausschließlich auf der Basis statischer Suchbegriffe. Mit dem Hummingbird-Update versucht Google jetzt Sinnzusammenhänge zu erkennen, also Suchanfragen semantisch zu bedienen.

4) Warum hat sich Google zu dieser „Revolution“ entschieden?
Aus meiner Sicht gab es dafür zwei Auslöser. Zuallererst die für Nutzer unbefriedigenden Unterschiede in den Suchergebnissen bei semantisch identischen, aber statisch unterschiedlichen Anfragen. Es ist für Nutzer nicht nachvollziehbar, dass beispielsweise für die Suche „sony notebook vaio“ andere Suchergebnisse präsentiert werden als für die Suche „sony vaio notebook“, obwohl der Nutzer in beiden Fällen dasselbe sucht. Ein weiterer Auslöser war vermutlich der deutliche Anstieg an sprachgesteuerten Suchanfragen, die mittels Smartphones ausgelöst werden. Sprachgesteuerte Suchanfragen sind überwiegend semantisch und weniger statisch geprägt.

5) Welche Konsequenzen hat das für die Suchmaschinenoptimierung?
Suchmaschinenoptimierer müssen sich künftig weniger auf zusammenhanglose Suchbegriffe und mehr auf semantisch geprägte Suchmuster konzentrieren. Da Google mit dem Hummingbird-Update diese Veränderung erst eingeleitet und lange noch nicht abgeschlossen hat, haben Suchmaschinenoptimierer noch geschätzt bis zu 24 Monate Zeit, um sich auf die neuen Strukturen einzustellen.

6) Der Inhalt der eigenen Seite wird somit immer wichtiger, frei nach dem Motto „Content is King“. Worauf müssen Unternehmen künftig achten und wie finden sie heraus, was ein begehrter Content ist?
Die alte Weisheit „Content is King“ wird endlich wiederbelebt und um den Zusatz „Back to the Roots“ ergänzt. Die Zeiten, in denen auch reine IT-Nerds halbwegs akzeptable Suchmaschinenoptimierung machen konnten, sind endgültig gezählt. Das, was erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung künftig braucht, wird ein fundiertes Marketing- und Vertriebs-Wissen sein. Unternehmen brauchen dieses Methodenwissen künftig auch für die Suchmaschinenoptimierung, um den nötigen zielgruppengerechten und begehrten Content zu erstellen. Die Antwort auf die Frage lautet daher: Methodenwissen.

7) Welche Rolle spielen Verlinkungen in Zukunft?
Qualitäts-Links werden auch künftig eine Rolle spielen. Ohne Referenzen geht es im analogen Leben ebenso wenig wie in der digitalen Google-Welt.

8) Wie können lokale Anbieter wie der stationäre Einzelhandel oder die Gastronomie von Google profitieren?
Für lokale Anbieter ist es wichtig, Google die lokale Präsenz und Relevanz deutlich zu machen. Das geschieht in der Hauptsache durch geeignete Hinweise auf der eigenen Webseite, aber auch durch entsprechende Google-Einträge (Google-Places und Google+ sind hier die Stichworte). Wenn die lokale Relevanz von Google verstanden und akzeptiert wurde, liegt der entscheidende Vorteil lokal tätiger Unternehmen darin, dass ihre Webseiten bei Suchen mit lokalem Bezug, wie z.B. einer standortbezogenen Spracheingabe am Smartphone „Ich suche ein spanisches Restaurant in meiner Umgebung“, bevorzugt angezeigt werden. Das kann sich zu einem sehr mächtigen Vertriebswerkzeug und damit zu einer beeindruckenden Umsatzmaschine entwickeln.

9) Können Sie Best-Practice-Beispiele nennen, sprich Unternehmensseiten, die in Sachen SEO besonders gut aufgestellt sind?
Im regional geprägten Mittelstand sind dies zum Beispiel www.evg.de, www.purino.de, www.praxis-boeger.de, www.hotelbergischerhof.de oder www.federundtinte.com. Und natürlich www.mertes-leven.de . Diese Seiten nenne ich auch deshalb sehr gerne, weil sie eine Bandbreite an monatlichem SEO-Budget repräsentieren, welches von mittleren drei- bis zu mittleren vierstelligen Euro-Beträgen reicht. Das zeigt, dass professionelles SEO je nach Zielkunde und Wettbewerb nicht unbedingt ein Vermögen kosten muss, sondern gerade für den Mittelstand eine überraschend günstige und oftmals die effektivste Möglichkeit ist, umsatzrelevante Sichtbarkeit am Markt sicherzustellen.

10) Wann ist es sinnvoll, sich SEO-Profis ins Haus zu holen, und was kann man mit Bordmitteln selbst optimieren?
Mit Bordmitteln können Sie nur noch absolute Nischen optimieren und damit meine ich wirklich extreme Exoten, wie beispielsweise die Webseite des einzigen Anbieters von Merchandising-Produkten eines örtlichen Spotvereins. Ansonsten geht es nicht ohne SEO-Profis. Und je größer der Wettbewerb ist, desto mehr Profi muss der ausgewählte SEO-Profi sein.

11) Wie ist Ihre eigene Unternehmensberatung im Internet vertreten? Welche Kanäle bespielen Sie?
Wir haben einen eigenen Internetauftritt, bedienen die aktuellen Top-Kanäle – also Facebook, Twitter, G+ und Pinterest – und nutzen das Medium Online-PR sehr intensiv. Darüber hinaus betreiben wir einige Internetportale, die alle guten Content haben, uns aber mehr als Forschungsprojekte dienen, um stetig neues Wissen über die aktuelle Verhaltensweise der Suchmaschine Google anzuhäufen. Dieses Wissen können wir dann an unsere Kunden weitergeben. Für eines dieser Projekte wurden wir 2010 mit dem IT-Innovationspreis ausgezeichnet.

12) Welches Projekt war das?
Das war www.aushilfe-direkt.de. Die Seite ist auch heute noch eine unserer Projektseiten und einem stetigen „Forschungs-Wandel“ unterlegen.

 

paul-mertesPaul E. Mertes  ist Unternehmensberater, Rechtsanwalt für Unternehmensrecht sowie Marketing- und Vertriebs-Experte. Er ist Mitinhaber der Unternehmensberatung „Mertes & Leven – Profit Elements“ mit Hauptsitz in Korschenbroich. Die Schwerpunkte sind Marketingoptimierung, Vertriebsoptimierung und Projektmanagement. Profit Elements ist im In- und Ausland tätig, berät mittelständische Unternehmen, Konzern-Geschäftsbereiche, Freiberufler und Gewerbetreibende.

 

 

Bildnachweis: © rangizzz – Fotolia.com

 

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