Drucken

Fake-Fans – Welcher Nutzen für Seitenbetreiber?

fake_fans(Gastartikel) Viele Seitenbetreiber auf Facebook aber auch in anderen sozialen Medien wie Twitter und Youtube möchten so schnell wie möglich viele Fans und Likes haben.

Natürlich ist es verlockend für einige Seitenbetreiber, in kürzester Zeit schon mit relativ wenig Geld und fast keinem Arbeitsaufwand die Fanangaben zu erhöhen. Von heute auf morgen sind es nicht nur 500, sondern 50.000 Fans, denen diese Seite gefällt. Doch was bringt der Kauf von Fans einem Unternehmen, das eine solche Seite betreibt?

Zu Risiken und Nebenwirkungen…
Unternehmen sollten mit ihrer Betreiberseite Geduld mitbringen, wenn sie auf Dauer Erfolg haben möchten. Eingekaufte Fans haben für kurze Zeit den Anschein auf Erfolg, doch damit sind viele Risiken verbunden. Die Arbeit, die in eine Betreiberseite gelegt wird – immerhin wird viel Zeit für die Pflege der Seite, das Schreiben und Posten von Texten sowie das Antworten auf Kommentare eingeplant – wird von Fake-Fans größtenteils nicht gewürdigt, da diese sie meist übersehen. User, die eine Seite liken, weil sie sich für den Content interessieren, zeigen eine höhere Interaktion auf der Seite als Fake-Fans.

Auf dem ersten Blick sieht die hohe Anzahl an Likes für die User sehr vielversprechend aus. Frei nach dem Motto: So vielen Menschen gefällt diese Seite, also kann sie ja nur gut sein. Falsch! Womöglich lassen sich einige Facebook-User genau davon beeinflussen und klicken wahllos auf „Gefällt mir“-Buttons – auf Dauer haben viele Seitenbetreiber nichts davon. Denn genau wie die eingekauften Fans, werden auch solche User nicht oder gering auf der Seite interagieren. Sie sind eher inaktiv beteiligt und interessieren sich oft nicht an den Beiträgen und Posts. Bei der späteren Statistikauswertung der Betreiberseite verfälschen Fake-Fans sogar die Auswertung.

Wenn die Information von gekauften Fans an die Öffentlichkeit kommt, ist ein Shitstorm über und auf der Betreiberseite nicht ausgeschlossen. Imageschäden und Vertrauensverlust der „echten“ Fans und Kunden kommen hinzu. Deshalb sollten Unternehmer mit dem Kauf von Likes vorsichtig umgehen.

Fake-Fans entlarven
Bei sehr hohen „Gefällt mir“-Angaben auf Facebook-Seiten fragen sich viele User oft, wie diese zustande kamen. Vor allem, wenn eine Seite noch vor ein paar Tagen deutlich weniger Fans hatte. Passend zu diesem Thema hat „stern TV“ eine Anwendung programmiert, mit der zu sehen ist, aus welchen Ländern die Fans der Betreiberseiten stammen und welchen Anteil sie an der Gesamtzahl der Fans haben. Auch solche Programme sind ein Beispiel dafür, dass Seitenbetreiber eher zu „echten“ Fans tendieren sollten.

 

Cigdem_koeseAutorin:
Cigdem Köse ist Auszubildende der IHK Mittlerer Niederrhein. Sie ist aktuell im dritten Lehrjahr zur Kauffrau für Bürokommunikation.

Fotonachweis Portrait: Bert Mangels

Bildnachweis: © fabioberti.it – Fotolia.com

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

  1. Wie kann ich die Interaktion mit meinen Fans verbessern?

Ein Gedanke zu “Fake-Fans – Welcher Nutzen für Seitenbetreiber?

  1. Hallo Cigdem,
    ich sehe im Kaufen von Fans auch keinen Mehrwert für das Unternehmen. Schließlich sind diese „Fans“ doch überhaupt nicht an das Unternehmen bzw. deren Produkte interessiert, sondern werden Fans, weil Sie dafür bezahlt werden. Eine Interaktion wird dann wahrscheinlich nicht stattfinden. Eher sollten Unternehmen Geld in die Hand nehmen, und einen guten Social Media Accounter engagieren. Dann klappts auch mit den Fans…In diesem Sinne: Einfach mal das Tool von SternTV nutzen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Hinweis:
Bitte beachten Sie unsere Blogregeln. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihres Kommentars. Je nach Inhalt behalten wir uns vor, von einer Veröffentlichung abzusehen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars stimmen Sie der Veröffentlichung auf dieser Website zu. Auf Wunsch des Absenders können Kommentare auch wieder gelöscht werden. Bitte senden Sie in diesem Fall eine E-Mail an den Administrator.