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Verbesserte Paketzustellungen zur Förderung des Online-Handels

52522252_©-3dmentat---Fotolia.com(Gastartikel) Im europäischen Binnenmarkt ist der Online-Handel ein zentrales Element für mehr Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Allerdings gibt es viele Probleme bei der grenzüberschreitenden Paketzustellung.

 

Versand und Kosten werden intransparent und für den Verbraucher schlecht nachvollziehbar angegeben. Der Versand ist teuer und die Verfolgung über die Logistiker schwierig, da häufig Schnittstellen zum Datenaustausch fehlen. Außerdem kann sich der Rückversand der Ware als problematisch erweisen.

Die Europäische Kommission hat deshalb im Dezember 2013 eine zunächst unverbindliche Mitteilung über Paketzustellungen vorgeschlagen. Ziel ist die Stärkung des Vertrauens in die Zustelldienste und Förderung des Online-Handels. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen Probleme rund um die grenzüberschreitende Zustellung angehen und ein flexibles, gut funktionierendes EU-weites Liefersystem aufbauen.

Für die Umsetzung werden 3 Hauptziele ins Auge gefasst und den beteiligten Akteuren (Online-Einzelhändler, Zusteller, Mitgliedstaaten und Regulierungsbehörden, Europäische Kommission) verschiedene Aufgaben zugewiesen.

  1. Mehr Transparenz und Information:
    Spezielle Plattformen (Webportale), die bessere Vergleichsmöglichkeiten für Kunden und Anbieter liefern. Kundenbewertungen sollen ermöglicht werden. Online-Händler halten Informationen über Versand bereit (Lieferzeit, Tarife, Rückverfolgung). Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Zusteller den Online-Händlern nationale und grenzüberschreitende Versandinformationen liefern
  2. Bessere Verfügbarkeit, Qualität und Erschwinglichkeit von Zustelllösungen:
    Zur besseren Verknüpfung von Informationssystemen und offener Schnittstellen für einen Datenaustausch sollen neue Lösungen erforscht und entwickelt werden. Die Sendungsverfolgung und Kennzeichnung der Pakete soll vereinheitlicht und die Rücksendung vereinfacht werden. Mitgliedstaaten sollen Standards zur Zustellgeschwindigkeit festlegen.
  3. Bessere Beschwerde- und Streitbeilegungsverfahren:
    Zusammenarbeit zwischen Zusteller, Online-Händler und Verbraucherschutzverbänden bei Beschwerden von Verbrauchern. Mitgliedstaaten sollen außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren fördern

Die Kommission arbeitet mit allen Akteuren zusammen und stimmt in speziellen Foren und Workshops Maßnahmen mit diesen ab. Ob verbindliche Regelungen notwendig sind, wird nach 18 Monaten überprüft.

Dokumente:
„Fahrplan für die Vollendung des Binnenmarkts für die Paketzustellung“,
der auf der Grundlage des Grünbuchs über einen integrierten Paketzustellungsmarkt (http://europa.eu/rapid/press-release_IP-12-1289_en.htm?locale=en) erlassen wurde.

Bildnachweis: © 3dmentat – Fotolia.com

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