Drucken

Generation Z: Neue Zielgruppe, neue Herausforderungen

Business communication concept(Gastartikel) Dass die Kinder von heute die Zukunft von morgen beeinflussen werden, ist klar. Aber auf welche Art und Weise wird sich die so genannte Generation Z und deren Nutzung der Medien von anderen unterscheiden?

Die Generation Z ist nach 1995 und in einer Zeit geboren, die durch technischen Fortschritt geprägt ist und das Leben ohne Social Media nicht kennt. Ich als 22jähriges Mitglied der Generation Y fühle mich in Gesprächen mit jüngeren häufig bereits in meinem Wissen veraltet, wenn beim Thema „Kassetten“ gekichert wird. Dass ich meine Nachbarn früher nicht angerufen habe, sondern zur Haustür gegangen bin und geklingelt habe, scheint heute unvorstellbar. Man muss sich anscheinend heute stärker absichern, um keine Zeit zu verschwenden.

Generation-Z-1

Für die Generation Z sind neue Technologien schnell und problemlos erhältlich, wodurch sie die digitale Sprache fließend beherrschen. Das führt dazu, dass man ihnen bereits nachsagt, sie seien permanent online und werden daher auch „Generation always-on“ genannt.

Informationen erhält die Generation, ohne die Hilfe von Lehrern und Eltern in Anspruch nehmen zu müssen. Das Internet und Social Media wird Ihnen alle Fragen beantworten können. Das Smartphone übernimmt hier eine Schlüsselfunktion: Die Mobilität und der kleine Bildschirm, der für andere nicht einsehbar ist und damit Privatsphäre schafft, sprechen hier klar für sich.
Genau dort findet sich der Ansatz für Anbieter verschiedenster Produkte, die ebenfalls Teil am geschätzten Einkaufsvolumen von rund 44 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr haben möchten (Angabe laut Fischer Appelt Agentur).

Problematisch für die Anbieter ist allerdings das hohe Innovationstempo, welches durch die ständigen Neuerungen ausgelöst wird. Dass man nun endlich die Jugendlichen auf ihrem Smartphone erreichen kann, stimmt leider nicht ganz. Die Zielgruppe verwendet hauptsächlich alltagsgebundene Apps (Instant Gratification). Dazu zählen unter anderem Instant-Messenger wie WhatsApp, Angebote von Fast-Food-Ketten, Fahrplanauskünfte und Preise in Bekleidungsgeschäften.
Für alle anderen Anbieter ist dieser Markt eher schwerer zu erschließen. Unter anderem auch in Anbetracht dessen, dass sich viele Anbieter bereits glücklich darüber schätzen endlich ihre klassischen Werbekonzepte mit digitalen Webmaßnahmen unterstützen zu können.

Doch dann folgt bereits die nächste nötige Adaption: Die Kampagne muss zusätzlich noch auf dem Smartphone nutzbar sein um die Generation always-on zu erreichen.
Alle Inhalte die nicht zur aktuellen Suche gehören, werden von der Generation weitgehend ausgeblendet. Das Ausblenden lässt sich unter anderen auf die oben genannte minimale Bildschirmgröße und die dadurch sinkende Aufmerksamkeitsspanne zurückführen. Eine Werbebotschaft muss die heranwachsende Generation auf den ersten Blick begeistern.

Wie können Sie die Generation Z am besten medial erreichen?

  • Werbung sollte aus einem hohen visuellen Anteil bestehen
  • Individuelle Angebote sind notwendig
  • Kurze Textbausteine
  • Die Möglichkeit mitzugestalten
  • Cross-Media

Eine Verbesserung der globalen Kommunikation und des E-Commerce werden wir in Zukunft durch die noch stärkere Verknüpfung der Welt erleben. Die Generation Z wird genauso wie Anbieter ihren Teil dazu beitragen. Arbeit wartet hier reichlich.

Ergänzung (Anmerkung vom 29.01.15) :
Ein Beispiel aus dem echten Leben macht deutlich, warum es noch nie schwieriger für junge Menschen war ein Treffen mit Freunden zu organisieren als es aktuell zwischen Whatsapp und Facebook ist: http://www.welt.de/icon/article136706909/Prinzipiell-ja-aber-ich-kann-nichts-versprechen.html

KoehlerAutorin:
Jennifer Köhler ist Auszubildende der IHK Mittlerer Niederrhein. Sie ist aktuell im dritten Lehrjahr zur Veranstaltungskauffrau.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von INTERNET WORLD Business (Ausgabe 22/14)
Fotonachweis: Fotolia_73419857_M
Fotonachweis: Detlef Ilgner

4 Gedanken zu “Generation Z: Neue Zielgruppe, neue Herausforderungen

  1. Toller Artikel! 🙂

    Allerdings würde ich noch hinzufügen, dass die Herausforderung des Werbens für diese Generation ebenfalls darin besteht, Werbung interessant zu gestalten und ggf. sogar mit einem Mehrwert zu versehen. Die Nutzung von Content Marketing in Verbindung mit Native Ads und die Erstellung viraler Kampagnen sind meiner Meinung daher zukünftig unabdingbar.

  2. Hallo,

    ,,Kurze Textbausteine“ ist gut. Obwohl fast jeder in dieser Zielgruppe Instant-Messenger benutzt, bei denen man viel lesen muss, wird eigentlich immer weniger gelesen. Dieses Paradoxon macht es vielen schwer. Wer Informationen nicht kurz und knapp bündelt, der verliert. Oft leidet meist auch die Werbe – Botschaft oder Absicht darunter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Hinweis:
Bitte beachten Sie unsere Blogregeln. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihres Kommentars. Je nach Inhalt behalten wir uns vor, von einer Veröffentlichung abzusehen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars stimmen Sie der Veröffentlichung auf dieser Website zu. Auf Wunsch des Absenders können Kommentare auch wieder gelöscht werden. Bitte senden Sie in diesem Fall eine E-Mail an den Administrator.