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Zahlungsbereitschaft der Internetuser steigt

©-Jakub-Jirsák---Fotolia.comIn Deutschland nimmt die Zahl der Internet User zu, die bereit wären für Internetdienste zu zahlen. Dies geht aus einem Ergebnis der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) hervor, die seit 1997 jährlich die Akzeptanz und Nutzung digitaler Techniken in Deutschland beobachtet. Die steigende Zahlungsbereitschaft für den Paid-Content bringen jedoch eher die kostenpflichtigen Apps mit sich als journalistische Inhalte. Seit 2010 stieg die Zahlungsbereitschaft allgemein um zwei Prozent auf 47 Prozent. Vor allem Tablet-Nutzer zeigen eine ausgeprägte Zahlungsbereitschaft.

Insbesondere für E-Mail-Dienste wären die Nutzer bereit zu zahlen, sollten diese nicht mehr kostenlos angeboten werden. So sprechen sich 26 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren für eine Zahlungsbereitschaft für E-Mail-Provider aus. Das Nachschlagewerk Wikipedia belegt Platz zwei mit 16 Prozent, gefolgt von Routenplanern mit 13 Prozent und sozialen Netzwerken mit 10 Prozent. Obwohl bei den journalistischen Inhalten im Vergleich zum Jahr 2010 ein Anstieg von 32 Prozent vermerkt wurde, liegt die Zahlungsbereitschaft der Internet User im Hinblick auf journalistische Online-Inhalte nur bei 6 Prozent. Das Schlusslicht bilden die kulturellen Inhalte wie Veranstaltungen, Kino und Restaurantführer, zusammen mit Fitness und Ernährungstipps.

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(Quelle der Grafik: Institut für Demoskopie Allensbach, Allensbacher Computer- und Technik-Analyse, ACTA)

Besonders auffällig ist die Zahlungsbereitschaft der Tablet-Nutzer, die im Vergleich eher Geld für Paid-Content ausgeben würden als die Gesamtheit der Internet User. Für E-Mail-Dienste würden somit 38 Prozent der Tablet-Nutzer bezahlen, wohingegen die Zahl der Nutzer allgemein bei 26 Prozent liegt. Auch in den anderen Sektoren zeigt die Zahlungsbereitschaft der Tablet-Nutzer einen sichtbaren Anstieg. Auch nennenswert in diesem Zusammenhang sind die journalistischen Inhalte. So wären ganze 15 Prozent der Tablet-Nutzer bereit für diese Dienste zu zahlen, obwohl es allgemein betrachtet lediglich sechs Prozent wären. Entgegen der anfänglichen Besorgnisse wie die Tablets sich auf dem Markt wohl behaupten würden, besitzen mittlerweile 11 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren ein Tablet.

Die State of the Art Handhelden wie Smartphones oder Tablets haben die Häufigkeit der Nutzung digitaler Medien dennoch verändert. Mit den tragbaren Geräten werden redaktionelle Inhalte deutlich mehr gelesen. Insgesamt surfen Tablet- und Smartphone-Nutzer zwar nicht länger im Netz, nutzen es jedoch weitaus häufiger. Für weitere Infos können Sie sich die Ergebnisse der ACTA unter der Adresse www.ifd-allensbach.de/acta einsehen.

Aufermann

 

Autor: Robin Aufermann ist Auszubildender der IHK Mittlerer Niederrhein. Er ist aktuell im ersten Lehrjahr zum Kaufmann für Bürokommunikation.

 

Fotonachweis: ©-Jakub-Jirsák – Fotolia.com
Nachweis Portrait: Detlef Ilgner
Quelle Infografik: ACTA

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