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Kleines Werbebudget mit großer Wirkung – Werben mit AdWords

Gastartikel von Franziska Schoppel:

Heute schon einen Flyer bekommen? Flyer, Zeitungsanzeigen, Plakate & Co sind oftmals die erste Wahl kleinerer Unternehmen, wenn es um Werbemaßnahmen geht. Sie sind preiswert, können in großen Mengen produziert werden und erreichen viele Kunden in kurzer Zeit. Aber sind sie damit auch effizient?

Ohne Werbung wird es für ein Unternehmen schwer, sich langfristig auf dem Markt zu etablieren – denn die Konkurrenz schläft nicht. Schließlich können nur wenige Firmen von sich behaupten, Marktführer bzw. die erste Anlaufstelle für ihre Kunden zu sein. Doch Marketing muss nicht teuer sein! Richtig eingesetzt, kann auch ein kleines Budget zu großen Erfolg führen!

Bei der nächsten Flyer-Aktion sollten Sie sich fragen, ob dies der richtige Weg ist:

  1. Werden die Leute erreicht, für die Ihr Produkt relevant ist?
  2. Wurden neue Kunden gewonnen?

Diese Fragen lassen sich z.B. mit Print-Werbung nicht beantworten. Werbung ist dann am effektivsten, wenn sie die Zielgruppe erreicht, für die sie relevant ist. Deshalb sollten in erster Linie die Kunden angesprochen werden, die aktiv nach etwas suchen. Folglich ist es das Wichtigste überhaupt, gefunden zu werden. Ein Großteil der Nutzer recherchiert im Internet vor einem Kauf und informiert sich über Öffnungszeiten, Preise sowie die angebotenen Leistungen oder Produkte.

Für Kunden sind im Normalfall die ersten Ergebnisse bei Google relevant. Allerdings kann nicht jede Webseite sofort auf der ersten Suchergebnisseite platziert sein.  Neben kostenlosen organischen Suchergebnissen gibt es auch noch die bezahlten Suchergebnisse – die sogenannten AdWords-Anzeigen. Hiermit können Sie schnell und effektiv auf sich aufmerksam machen. AdWords bietet auch KMUs eine Vielzahl an Möglichkeiten. Um erfolgreich zu sein, müssen Sie das investierte Budget richtig einsetzen. Mit Anzeigen bei Google kann man genau steuern, wie man im Internet gefunden wird und was Sie dafür investieren möchten.

Was kostet es?

AdWords muss nicht teuer sein. Die Kosten hängen von dem beworbenen Produkt oder der Dienstleistung ab. Die gängigste Gebotsstrategie ist das Berechnen nach Klicks. Sie zahlen nur dann einen gewissen Betrag, wenn ein Nutzer auf Ihre Anzeige klickt. Wie viel, das ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B.:

  • Keyword: Jedes Keyword hat einen anderen Preis. Dieser wird beeinflusst durch andere Mitbewerber. Viele Keywords kosten pro Klick nur ein paar Cent. Nur wenige Ausnahmen haben Preise über 10 €.
  • Position: Je nach Platzierung in den Suchergebnissen bezahlen Sie einen unterschiedlichen Betrag.
  • Gebot: Sie bestimmen selbst, wie viel Sie für ein Keyword maximal bieten möchten.

Genau hier liegt also der große Vorteil von AdWords: Sie zahlen nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Dies kann Kosten sparen, da Sie nur für die interessierten Besucher Ausgaben haben. Bereits ab 500 € im Monat sind schon viele Verkäufe oder Leads möglich. Es ist jedoch wichtig, dieses Budget richtig einzusetzen und die Leistung der Anzeigen ständig zu überprüfen.

Aber wie erreicht man dies?

Allem voran steht eine fundierte Recherche:

  • Welche Produkte möchten Sie bewerben?
  • Was sind Ihre Alleinstellungsmerkmale?
  • Wer sind Ihre Kunden?

Die Ziele im Blick folgt daraufhin eine fundierte Keyword-Recherche. Dabei gilt: Qualität vor Quantität. Mit einem begrenzten Budget müssen Sie die relevantesten Keywords auswählen, die das Angebot am besten beschreiben. Dabei kann es sinnvoll sein, auf Longtail-Keywords zu setzen. Verschiedene Wortkombinationen ermöglichen es, das Angebot genauer zu beschreiben. „Sofa“ ist z.B. ein sehr allgemeiner Begriff. „Sofa ausziehbar“ hingegen ist bereits viel spezieller. Je genauer das Keyword ist, umso besser erreichen Sie auch die gewünschte Zielgruppe und sparen somit Budget, dass an irrelevante Interessenten fließen würde.

Für eine gute Recherche können Sie verschiedene Tools nutzen. Google selbst bietet drei hilfreiche Tools kostenlos an:

  • Keyword-Planner: Dieser liefert viele Ideen, zeigt Suchvolumen und geschätzte Klickpreise.
  • Google Suggest: Google schlägt bereits im Suchfeld viele Begriffe vor, wenn Sie hier etwas eingeben.
  • Google Trends: Hier können Sie sehen, wie groß das Interesse am eingegebenen Suchbegriff in den letzten Jahren war und erkennen auch Saisonalitäten der Keywords.

Dann folgt der nächste Schritt:

Stehen die wichtigsten Keywords fest, folgt das Erstellen von Kampagnen. Meist ist es am einfachsten, die Struktur an der Gliederung der Webseite zu orientieren.

Passende Anzeigentexte bringen Kunden auf die eigene Webseite. In den Texten muss der Kunde die Bestätigung haben, genau hier das Gesuchte zu finden.  Deshalb sollten Sie nicht nur über das Produkt informieren, sondern den Nutzer zusätzlich mit einem Call-to-Action zum Kauf oder Klick auffordern.

Um ein kleines Budget möglichst effektiv einzusetzen, helfen Anzeigenerweiterungen. Ohne zusätzliche Kosten können Informationen über das beworbene Produkt oder die Dienstleistung vermittelt werden. Sie schaffen Vertrauen und machen zugleich die Anzeige größer. Damit wird diese präsenter in den Suchergebnissen, was zu einer höheren Klickrate führen kann.

Hier eine kleine Auswahl der möglichen Erweiterungen:

  • Sitelink-Erweiterung: Weitere Verlinkungen in der Anzeige ermöglichen dem Nutzer einen zusätzlichen Einblick in verwandte Produkte oder Dienstleistungen.
  • Standort-Erweiterung: Sehr gut für lokale Geschäfte geeignet, da der Nutzer sofort die Adresse sieht und sich dorthin navigieren lassen kann.
  • Anruferweiterung: Die Telefonnummer wird in der Anzeige angezeigt.
  • Preiserweiterung: Der Kunde sieht bereits in der Anzeige die Preise für angebotene Produkte und Dienstleistungen.
  • Angebotserweiterung: Rabatte und Aktionen können hier speziell beworben werden.

 

Haben sich die Mühen gelohnt?

Die Effizienz der Maßnahmen kann mit verschiedenen Conversions gemessen werden: Für einen Onlineshop ist der beste Messwert die Anzahl und der Wert der Conversions. Für andere Webseiten können folgende relevant sein:

  • Anrufe: Hier lässt sich nicht nur messen, wer durch die AdWords-Anzeige auf „anrufen“ geklickt hat, sondern auch die Anrufe durch die Webseite.
  • Kontaktformular & E-Mail: Gerade für Dienstleistungen ist diese Art der Anfragen ein wichtiges Maß für den Erfolg.
  • Newsletter-Anmeldung

Was muss ich tun?

Vor allem mit kleinerem Budget müssen Sie genau darauf zu achten, wie Sie Ihre Ressourcen einsetzen. Sie haben hier nicht viel Spielraum und können möglicherweise nicht sehr viele Produkte parallel testen. Deshalb ist es umso wichtiger, regelmäßig auf Keyword-Performance, Klick-Kosten und Anzeigenleistung zu achten.

In dem Whitepaper von eology „SEA mit kleinem Budget“ finden sich zahlreiche Tipps, wie man auch mit wenig Budget mit AdWords Umsätze und Erfolg steigern kann. Schritt für Schritt können Sie damit das eigene AdWords-Konto erstellen und erfahren, was man bei der Steuerung beachten muss.

Franziska Schoppel hat Germanistik und Philosophie in Mainz studiert. Sie ist SEA Consultant bei der eology GmbH und betreut Kunden im Bereich AdWords und Facebook. Das Unternehmen hat seinen Sitz im unterfränkischen Volkach. Es bietet großen wie kleinen Kunden eine umfassende Betreuung für SEA, SEO, Linkbuilding, Seeding und Content-Erstellung.

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