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Onpage-SEO: Das kleine Einmaleins der Snippet-Optimierung

Datei: #190479583 | Urheber: Kenishirotie(Gastartikel) Jeder Onlineshop-Betreiber weiß, wie relevant eine gute Sichtbarkeit bei Google und Co. ist, um Traffic auf die eigene Seite zu ziehen, und letzten Endes natürlich Umsatz zu generieren. Das Ziel lautet hierbei, die vordersten Plätze zu ergattern. Denn klar ist: Wer nicht auf Seite 1 rankt, wird kaum gefunden. 99,1% aller Klicks bei Google entfallen auf die Positionen 1 bis 10. Nur magere 0,9% der Klicks verteilen sich auf alle restlichen Suchergebnisseiten. Das zeigt deutlich, welches enorme Potenzial sich hinter den ersten Seiten in den SERPs verbirgt.

Doch wie bringen Sie Ihren Online-Shop in die begehrten Top 10? Neben Rankingfaktoren wie Backlinks und technischer Funktionalität sind es die Onpage-Maßnahmen, welche die Grundlage für ein erfolgreiches Ranking darstellen. Unter den Begriff Onpage-Optimierung fallen alle Maßnahmen, die Sie an Ihrer eigenen Webseite durchführen: Neben der Content-Erstellung nehmen die Snippets zum Beispiel einen hohen Stellenwert ein. Unter Snippet (engl. für Schnipsel) versteht man den Auszug einer Seite, welcher bei Google und anderen Suchmaschinen dargestellt wird; also das Suchergebnis.

 

Auszug aus den SERPs / Suchergebnisseiten bei Google

Die Macht der Nutzersignale

Um erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung zu betreiben, müssen Sie zunächst verstehen, wie Google bei der Bewertung und letzten Endes beim Ranking einer Seite vorgeht. Seit einiger Zeit ist klar, dass Google immer öfter die Nutzersignale für eine Bewertung heranzieht. Also die Signale, die ein Nutzer automatisch – und oft auch unwissentlich – an die Suchmaschine sendet, während er diese nutzt. Denn sicher ist: Wer in den Suchergebnissen ein Ergebnis anklickt und sofort wieder zur Suchergebnisseite zurückkehrt, hat scheinbar nicht gefunden, wonach er sucht. Das Resultat: Ihre Webseite wird von Google schlechter bewertet, weil sie keinen nennenswerten Mehrwert zu bieten scheint. Dieses Nutzersignal wird auch Return-to-SERP-Rate genannt. Ein weiteres Signal über die Qualität einer Seite erhält Google über die Klickrate / CTR: Ein selten aufgerufenes Ergebnis signalisiert Google ebenfalls, dass es nicht der Nutzerintention bei Eingabe des Suchwortes entspricht. Denn scheinbar scheint das, was in dem Suchergebnis steht, nicht das zu sein was der Nutzer erwartet, sonst würde er das Ergebnis ja anklicken – auch hier ist ein schlechteres Ranking Ihrer Webseite die Folge.

Snippets und ihre Optimierung

Ihr Ziel ist es daher, den Nutzer anhand der ausgespielten Snippets dazu zu bewegen, das eigene Ergebnis anzuklicken und möglichst lange auf der Seite zu bleiben. An dieser Stelle kommt die sogenannte Snippet-Optimierung ins Spiel. Das Snippet, oder auch Suchergebnis, besteht in der Regel aus drei Teilen:

  • Meta-Title: Prägnante Betitelung des Produktes bzw. der Kategorie – primärer Ranking-Faktor für Google
  • URL oder Breadcrumb-Pfad
  • Meta-Description: Aussagekräftige Beschreibung des Inhaltes der Seite, kein primärer Rankingfaktor für Google

Meta-Title – auf den Punkt gebracht

Beim Meta-Title handelt es sich für Google um einen primären Ranking-Faktor. Das bedeutet: Google analysiert den Title, um festzulegen, wofür diese Seite ranken soll. Es ist also essentiell, dass Sie das Hauptkeyword im Title verwenden. Sonst kann es vorkommen, dass für Google kein Zusammenhang erkennbar ist und Ihre Webseite für das Hauptkeyword nicht rankt. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Brandnamen im Title zu verwenden. Dadurch erkennt der Nutzer leichter, wer hinter dem Snippet steckt. Gleichzeitig stärken Sie zusätzlich die eigene Marke. Wichtig ist, dass Sie bei der Optimierung eine bestimmte Zeichenlänge nicht überschreiten. Google punktet den Title sonst aus, was sich negativ auf die Klickrate auswirken könnte. Da der Meta-Title von Google zur Bewertung des Inhaltes einer Seite herangezogen wird, sollten Sie unbedingt darauf achten, auf jeder Seite individuelle Meta-Daten zu pflegen. Das bedeutet zwar eine Menge Arbeit, lohnt sich aber in jedem Fall, da die mehrfache Verwendung eines Titles dazu führen kann, dass Google diese Seiten als Duplikate erkennt und sie langfristig im Ranking herabstuft.

To-dos Meta-Title

  • Hauptkeyword möglichst weit vorne
  • Brand am Ende des Tags
  • Einzigartiger und aussagekräftiger Title
  • Zeichenbegrenzung beachten (aktuell ca. 70 Zeichen / 600px)

Meta-Description für Profis

Im Gegensatz zum Meta-Title wird die Meta-Description von Suchmaschinen nicht für die Bewertung einer Seite herangezogen. Dennoch wirkt sich die Description auf das Ranking der Seite aus und wird deshalb oft auch als „sekundärer Rankingfaktor“ bezeichnet.
Doch warum ist das so? Google möchte dem Nutzer immer die besten Suchergebnisse zu einem eingegebenen Suchbegriff ausspielen. Und die Description gibt dem Nutzer Hinweise auf den Inhalt der Seite und soll diesen im besten Fall neugierig machen und zum Klicken animieren. Ist Ihre Meta-Description wenig aufschlussreich, oder beschreibt nicht den Inhalt der Seite, wird der Nutzer entweder ein anderes (schöneres) Snippet klicken, oder die Seite schnell wieder verlassen, wenn deren tatsächlicher Inhalt zu stark vom ausgespielten Snippet abweicht. Das Ergebnis: Die Nutzersignale rauschen ab und das Ranking verschlechtert sich.

Snippet mit Sonderzeichen

Wie schaffen Sie es also, durch Ihre ausgespielten Snippets den Nutzer auf Ihre Seite zu ziehen? Zunächst einmal sollte die Description eine möglichst treffende Beschreibung des Produktes oder der jeweiligen Seite bieten und somit natürlich auch das jeweilige Hauptkeyword enthalten. Da die Zeichenbegrenzung der Description länger ist als die des Titles, können Sie hier ebenfalls geschickt eventuelle Nebenkeywords verbauen. Doch Achtung – die Description soll ja in erster Linie dem Betrachter, also dem Nutzer, gefallen. Achten Sie an dieser Stelle daher mehr auf die Lesbarkeit als auf eine langweilige Aneinanderreihung von Keywords. Was die Länge der Description angeht, gilt auch hier: Zu lange Descriptions werden von Google ausgepunktet und wirken für den Nutzer wenig informativ.
Doch hierbei ist Vorsicht geboten: In der Vergangenheit hat Google gerne mit der Länge der Description experimentiert und eine Zeit lang besonders lange Varianten mit ca. 320 Zeichen ausgespielt. Hier haben viele eine Chance gesehen und den Platz genutzt, um ihr Produkt noch besser zu bewerben. Doch schon nach wenigen Monaten hat Google die Länge der Descriptions wieder verkürzt. Aktuell beträgt die Länge der Meta-Description lediglich ca. 155 Zeichen.
Neben den technischen Voraussetzungen spielt natürlich die Ansprache des Nutzers in der Meta-Description eine große Rolle. Durch einen auffälligen und ansprechenden Call-to-Action können Sie den User direkt auffordern, sich das Produkt näher anzusehen oder direkt zu kaufen. Google spielt zudem bei Descriptions oft auch Sonderzeichen wie Häkchen oder sogar Emojis (Schmetterlinge, Stifte usw.) aus. Diese Eye-Catcher eignen sich natürlich hervorragend, um die Aufmerksamkeit auf das eigene Snippet zu lenken und aus der Masse hervorzustechen.

To-dos Meta-Description

  • Hauptkeyword und evtl. Nebenkeywords verwenden
  • Soll informieren und Interesse wecken
  • Ansprechender Call-to-Action und USP
  • Zeichenbegrenzung beachten (aktuell 155 Zeichen)
  • Sonderzeichen und Emojis

Snippets- der Weg zum SEO-Erfolg?

Natürlich wird die Optimierung der Snippets alleine noch nicht dazu führen, dass eine Seite automatisch auf Position 1 rankt. Aber gut gepflegte Snippets gefallen sowohl Suchmaschinen als auch Nutzern und werden sich früher oder später durch die Stärkung der Klickrate bezahlt machen. Wenn Sie Ihrem Snippet den Super-Boost an Aufmerksamkeit zukommen lassen möchten, können Sie diesen zusätzlich mit strukturierten Daten aufwerten. Diese helfen der Suchmaschine, wichtige Informationen direkt aus dem HTML-Text einer Seite zu ziehen und im Snippet darzustellen. So werden beispielsweise Bewertungen in Form von Sternchen in den SERPs angezeigt. Was Onpage-SEO und Snippet-Optimierung betrifft, gibt es also immer Luft nach oben. Und wer noch mehr nützliche Tipps zu Suchmaschinenoptimierung erfahren möchte sollte sich unser neues SEO Whitepaper für Onlineshops holen. In diesem Sinne: viel Spaß beim Optimieren!

 

Autorin: Mara Michel ist seit 1,5 Jahren bei der eology GmbH tätig. Als SEO Consultant hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Nun berät sie Unternehmen jeder Größe, die ihre Sichtbarkeit bei Google und Co. verbessern wollen.

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